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Die faszinierende Münzgeschichte der Schweiz begann circa 200 v. Chr. mit keltischen Münzen. Ab dem 10. Jahrhundert entstanden in Zürich, Basel, Bern, Schaffhausen, St. Gallen und anderen Städten die ersten Pfennige und auch die einseitigen Brakteaten der verschiedenen weltlichen und geistlichen Münzherren. Kurz nach der Prägung der ersten Grosssilbermünzen in Hall im Tirol begann man 1493 auch in Bern mit der Herstellung von Guldinern. Kurz darauf folgten das Bistum Sitten sowie die Städte Freiburg, Solothurn, Basel und Luzern.
Die rund 75 verschiedenen Münzherren, die ab dem 16. Jahrhundert auf dem Gebiet der heutigen Schweiz das Recht besassen, Münzen zu prägen, sorgten aufgrund ihrer unterschiedlichen Nominale für ein unendlich kompliziertes, aber auch spannendes Münzwesen. Da jeder selbstständige Ort sein eigenes Münzrecht hatte, waren etwa 860 Münzvarianten im Umlauf.
Der im Jahre 1848 gegründete Bundesstaat setzte diesem Durcheinander ein Ende. In Artikel 36 der Bundesverfassung wurde bestimmt, dass jegliche Prägungen der verschiedenen Obrigkeiten ab sofort einzustellen seien und dass die Ausübung des Münzrechtes ausschliesslich dem Bund zustehe. 1865 wurde die Lateinische Münzunion ins Leben gerufen: Frankreich, Belgien, Italien, die Schweiz und später auch Griechenland einigten sich, Gold- und Silbermünzen mit gleichem Gewicht und Gehalt herauszugeben. Somit wurden die Währungen untereinander konvertibel und austauschbar. Die wachsenden Wirtschaftsprobleme, bedingt durch Auf- und Abwertungen einzelner Währungen, besiegelten Anfang des 20. Jahrhunderts das Ende dieser Vereinigung.
1871 liess der Bundesrat erstmals einige Probeexemplare von Goldmünzen prägen. Da aber diese Münzen nicht ohne finanzielle Verluste hätten angefertigt werden können, verzögerte sich die definitive Emission von Schweizer Goldmünzen (im Nominal zu 20 Franken, sog. «Helvetia») bis ins Jahr 1883. Die berühmten 20 Franken «Goldvreneli» (geprägt ab 1897 bis 1949) zählen heute noch zu den beliebtesten Geschenkmünzen.
1925 wurden auf Bestrebungen des Bundespräsidenten Jean Marie Musy nur 5000 Goldmünzen mit dem Nennwert von 100 Franken geprägt und ausgegeben. Dies ist die einzige Ausgabe einer so grossen schweizerischen Goldmünze. Ab 1968/69 wurden die Schweizer Silbermünzen aus dem Umlauf genommen und durch solche aus einer Kupfer-Nickel-Legierung ersetzt. Die zwischen 1936 und 1963 erschienenen Gedenkmünzen wurden vorerst in Silber und ab 1974 in Kupfer-Nickel geprägt. 1991 wurden zum 700-jährigen Geburtstag der Eidgenossenschaft Gedenkmünzen in Gold zu 250 Franken und in Silber zu 20 Franken ausgegeben. Zum 150-jährigen Jubiläum der Bundesverfassung und zum 200-jährigen Fest der Helvetischen Republik wurden 1998 noch einmal Silber- und Goldmünzen geprägt.

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